in neuen Abenteuern by Enid Blyton

in neuen Abenteuern by Enid Blyton

Author:Enid Blyton [Blyton, Enid]
Language: deu
Format: epub
ISBN: 9783505106521
Publisher: Egmont Franz Schneider Verlag
Published: 1997-03-01T23:00:00+00:00


Bobby und der quiekende Keks

Schnell verging die Zeit, mit einem Mal war der Sommer da. Das Wetter war wunderschön und die Mädchen genossen jede Minute – nur nicht, wenn sie mit Frau Roberts oder Mamsell hart arbeiten sollten.

„Bobby, kannst du dir nicht etwas ausdenken, wie wir Mamsells Stunde verkürzen könnten?“, fragte Hanni seufzend. „Heute will sie die unregelmäßigen Verben abhören! Ich habe sie zwar gelernt – aber der Wind hat sie mir schon wieder aus dem Kopf geblasen. Wenn du uns Mamsell doch wenigstens fünf Minuten vom Leib halten könntest!“

„Du hast schon mindestens eine ganze Woche keinen Streich mehr ausgeheckt“, sagte Nanni.

Jenny lachte. „Die gute Bobby ist anscheinend eine Musterschülerin geworden“, meinte sie.

Bobby schüttelte den Kopf und grinste. Im Unterricht tat sie nur so viel, wie sie gerade musste. Aber sie hatte in letzter Zeit ziemlich viel Sport getrieben, deshalb war sie meist zu müde und zu faul gewesen, um sich etwas einfallen zu lassen.

Frau Roberts bekam immer einen grimmigen Blick, wenn sie die unbekümmerte Bobby lässig in ihrer Bank hocken sah. Sie wusste, dass das Mädchen sehr gescheit war. Aber weder ironische Bemerkungen noch Strafen konnten Bobby dazu bewegen, sich wenigstens ein bisschen anzustrengen.

Die Mädchen umlagerten Bobby und bestürmten sie, Mamsell einen Streich zu spielen.

„Mamsell ist heute schrecklicher Laune“, sagte Doris. „In der anderen Klasse hat sie die Kreide nach Tessie geworfen, weil sie siebenmal ohne Unterbrechung nieste.“

Die Zwillinge lachten. Sie kannten Tessies berüchtigtes Niesen. Sie konnte so oft und so lange niesen, wie sie wollte. Ihr Niestalent setzte sie meist dann ein, wenn der Unterricht sehr langweilig zu werden begann. Alle Lehrerinnen vermuteten, dass dieses Niesen nicht immer notwendig war – aber nur Frau Jenks konnte es schnell abstellen.

„Tessie! Du bekommst schon wieder eine Erkältung!“, sagte sie. „Geh sofort zur Hausmutter und lass dir einen großen Löffel Arznei aus Flasche Nummer drei geben.“

Die Flasche Nummer drei enthielt eine ganz abscheulich schmeckende Medizin. Tessie fragte sich, ob dieser Trank extra für sie zusammengebraut war oder ob er wirklich gegen Erkältung diente. Deshalb ließ sie ihr viel bewundertes Niesen nur noch selten in Gegenwart von Frau Jenks hören – Mamsell dagegen kam in den vollen „Genuss“! An diesem Morgen hatte Tessie siebenmal kräftig geniest. Sie hatte so geschnaubt, dass Mamsell erschreckt zusammenfuhr. Die Klasse hatte zu kichern angefangen. Mamsell war sehr wütend geworden – und die anderen Klassen wussten, was sie danach erwartete.

„Wenn wir uns nicht etwas ausdenken, müssen wir uns die ganze Stunde mit diesen unregelmäßigen Verben abschinden“, jammerte Doris. „Lass dir doch etwas einfallen, Bobby!“

„Mir fällt aber nichts ein“, sagte Bobby, die hin und her überlegte, „zumindest nichts, was wir für Mamsell gebrauchen können. Aber wartet – jetzt habe ich eine Idee!“

Die Mädchen schauten Bobby hoffnungsvoll an. Bobby wandte sich an Jenny. „Wo hast du eigentlich den quiekenden Keks, den dir dein Bruder geschickt hat?“, fragte sie.

Jenny hatte einen Bruder, der genauso erfinderisch war wie Jenny und Bobby, wenn es darum ging, Lehrer zu ärgern. Er hatte Jenny eine Anzahl Scherzartikel geschickt, darunter einen täuschend echt aussehenden Keks, der laut quiekte, wenn man ihn zwischen Daumen und Zeigefinger hielt und leicht zusammendrückte.



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